Gedenkveranstaltung für die Opfer des Todesmarschs
In einer Kundgebung am 12. Mai vor dem Mahnmal in Großschwabhausen zum Gedenken an die Opfer des Todedsmarschs von 1945 gedachten 100 Bürger aus Großschwabhausen und Gleichgesinnte unter dem Motto "67 Jahre Todesmarsch - Wider das Vergessen" der Opfer des Todesmarschs. In Ansprachen erinnerten Herr Pfarrer Bergmann, der Gemeindebürgermeister Herr Schaffarzyk und der Oberbürgermeister von Jena, Herr Dr. Albrecht Schröter, an diese Zeit und mahnten dass die Bürger in einer Demokratie auch heute wachsam sein sollen, damit unter dem Deckmantel der Demokratie nicht nationalistisches, rassistisches und antisemitisches Gedankengut verbreitet wird. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch Beiträge vom Theaterhaus Jena, dem Geschäftsführer des Thüringer Literaturrats, Jens Kirsten, dem Jugendorchester der Musikschule Jena und der Gruppe Carpe Noctem.

Der Parteitag der NPD in Großschwabhausen ist vom Oberverwaltungsgericht untersagt worden. Das Bundesverfassungsgericht ist dieser Ansicht gefolgt. Die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, den Bürgern und der Kirchgemeinde in Großschwabhausen, den Bündnissen und Bürgerinitiativen war erfolgreich.
Gerade der Sieg vor den Gerichten und die Bürgerproteste in Großschwabhausen zeigen, dass man sich gegen antidemokratische Kräfte erfolgreich zur Wehr setzen kann. Mit einer Unterschriftenaktion und verschiedenen Aktionen begleiteten die Bürger den juristischen Widerstand der Gemeinde. Dieser solidarische Schulterschluss ist für das Dorf der eigentliche demokratische Erfolg.












